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Mike Büskens hat Huub Stevens immer verstanden

Mike Büskens steht als gelernter Koch heute nur noch selten am Herd.

Michael Büskens wurde am 19. März 1968 in Düsseldorf geboren und wechselte 1992 zum FC Schalke 04. "Buyo" gewann 1997 den UEFA-Cup und 2001 und 2002 den DFB-Pokal. Zur Saison 2002/2003 wurde Büskens spielender Co-Trainer der Schalker Zweitvertretung unter Gerhard Kleppinger, den er 2005 als Coach beerbte. Nachdem er in der vergangenen Saison zunächst als Interimstrainer die Profis betreute, wurde er ab dem 1. Juli 2008 zusammen mit Youri Mulder Co-Trainer von Fred Rutten.

Für GAZPROM Sport stellte sich der Schalker Co-Trainer zum Interview - wenige Tage vor der Partie gegen Borussia Dortmund.

Sie haben vor Ihrer Fußballerkarriere eine Lehre als Koch absolviert. Was kochen Sie denn heute noch besonders gern?

Mike Büskens: Aus zeitlichen Gründen komme ich kaum noch dazu, selber zu kochen. Das übernimmt meine Frau, und die macht das sehr gut.

Erst Eurofighter, dann U23-Trainer und jetzt als Co-Trainer bei den Profis. Was sind die Unterschiede zwischen diesen drei Positionen?

Mike Büskens: Die Verantwortung und der zeitliche Rahmen ist im Trainergeschäft wesentlich höher als zu meiner Zeit als Spieler.

Möchten Sie als Co-Trainer heute manchmal auf den Platz stürmen, um selbst wieder eingreifen?

Mike Büskens: Mit meiner aktiven Zeit als Spieler habe ich abgeschlossen, jetzt konzentriere ich mich auf meine Aufgaben.

Was halten Sie eigentlich von dem Modell, dass ein Co-Trainer nicht auf der Bank sondern auf der Tribüne das Spiel sozusagen "von oben" verfolgt?

Mike Büskens: Auf der Tribüne hat man eine weitere Perspektive und eine andere Wahrnehmung. Das könnte man zur Halbzeitanalyse und Nachbetrachtung nutzen. Es gab in der Bundesliga einige Versuche, aber letztendlich hat es sich in Deutschland noch nicht durchgesetzt.

Nach der Diskussion um Markus Babbel vom VfB Stuttgart: Muss man eigentlich als Co-Trainer in der Bundesliga auch Fußballlehrer sein?

Mike Büskens: Nein, muss man nicht, aber als Trainer einer U23 eines Bundesligisten war es für mich klar, dass ich den Fußball-Lehrer mache.

Kann man als Spieler eigentlich etwas davon hören, was die Trainer hineinrufen?

Mike Büskens: Es kommt natürlich auf die Seite an, auf der man spielt. Manchmal möchte man es lieber nicht hören, was von draußen reingerufen wird. Zu meiner Spielerzeit war es so, dass Huub Stevens ein sehr lautes Organ hatte und man hat ihn auf jeden Fall verstanden hat.

Diskutieren Sie während des Spiels mit Youri Mulder und Fred Rutten, welcher Spieler eingewechselt werden soll?

Mike Büskens: Es gibt einen kurzen Austausch zwischen uns.

Wenn es um 10 Uhr losgeht, wann sind Sie als Co-Trainer vor Ort?

Mike Büskens: Spätestens um 8.30 Uhr.

Was machen Sie eigentlich nach einem Spiel? Geht es gleich nach Hause oder gibt es noch Besprechungen, etc.?

Mike Büskens: Wir kommen nach den Spielen mit der gesamten Mannschaft zusammen und essen gemeinsam. Manchmal bin ich auch noch zur Spielanalyse bei schalke04.tv, wie zum Beispiel nach unserem Spiel gegen Dortmund.

Sie sind seit Anfang der 1990er Jahre auf Schalke. Können Sie den "Mythos Schalke" erklären?

Mike Büskens: Entweder himmelhochjauchzend oder zu Tode betrübt, aber immer mit sehr viel Herzblut.

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