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Was ist Erdgas?

Gas ist eigentlich unsichtbar - erst beim Verbrennen wird es sichtbar.

Erdgas ist ein brennbares Naturgas, das in unterirdischen Lagerstätten vorkommt. Es muss also genauso wie Erdöl aus den Tiefen der Erde gefördert werden. Da es ähnlich wie Erdöl entsteht, tritt es häufig zusammen mit dem "schwarzem Gold" auf. Es gibt nicht EIN Erdgas, sondern viele verschiedene Varianten, die sich in ihrer chemischen Zusammensetzung unterscheiden.

Eines aber ist bei allen Erdgas-Formen gleich: der Hauptbestandteil ist Methan. Häufig enthält Erdgas auch größere Anteile so genannter höherer Kohlenwasserstoffe wie Ethan, Propan, Butan und Ethen. Weitere Bestandteile sind Schwefelwasserstoffe und zum Teil bis zu neun Prozent Kohlenstoffdioxid.

Bei den verschiedenen Formen unterscheidet man drei große Gruppen von Erdgas, die unterschiedliche Anteile an Methan aufweisen. Zudem variiert auch der Prozentsatz der Inertgase. Diese Gase, wie zum Beispiel Stickstoff oder Edelgase wie Helium, Neon, Argon, Krypton, Xenon oder Radon sind sehr reaktionsträge (inert), beteiligen sich also nur an wenigen chemischen Reaktionen.

Erdgas „L“ besteht aus ca. 85 % Methan, 4 % weiteren Alkanen (Ethan, Propan, Butan, Pentan) und 11 % Inertgasen.
Erdgas „H“ (zum Beispiel aus der Nordsee) besteht aus ca. 89 % Methan, 8 % weiteren Alkanen (Ethan, Propan, Butan, Pentan) und 3 % Inertgasen.
Erdgas „H“ (Vorkommen vor allem in den GUS-Staaten) besteht aus ca. 98 % Methan, 1 % weiteren Alkanen (Ethan, Propan, Butan, Pentan) und 1 % Inertgasen.

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