Erdgas gibt es nicht in allen Teilen der Erde. Einige Regionen sind im Vorteil bei der Verteilung der Ressourcen. So findet sich Erdgas vor allem in Russland, dem Nahen Osten, rund um den arabischen Golf, in Nordamerika mit den USA, dem Fernen Osten, besonders China sowie in Afrika mit Algerien und Nigeria. Auch in Europa gibt es Erdgasvorkommen, vor allem in Deutschland, Frankreich, Italien, den Niederlanden, Norwegen sowie Österreich.
Das weltgrößte Vorkommen befindet sich auf dem Meeresboden im Atlantik vor der nordamerikanischen Küste. In etwa 2.000 bis 3.000 Metern Tiefe gibt es ein so genanntes Gashydrat, eine physikalische Verbindung aus Gas und Wasser. Dieses Gashydrat liegt als fester schneeartiger Teppich auf dem Boden des Ozeans. Die Förderung dieses "Teppichs" gibt jedoch zurzeit noch Rätsel auf, daher werden zunächst einmal Vorkommen gefördert, die leichter zugänglich sind.
Bei der seismischen Reflexionsmessung werden Schallwellen an einer Grenzfläche reflektiert. Dabei kommt Mathematik ins Spiel, denn Einfallswinkel ist gleich Ausfallswinkel. Das geschieht in der Praxis mit Sprengladungen. Diese werden in der Erde gezündet und mit Hilfe von geophonischen Aufnahmen wird dann ermittelt, ob möglicherweise Erdgasvorkommen vorhanden sind.