Für ihre Hochzeit haben sich Manuel und Stefanie Zenke einen ganz besonderen Tag ausgesucht. Wie viele andere Schalke-Fans haben sich die beiden am 04.04.04 das Ja-Wort gegeben. Doch während zum Beispiel in der Arena Hochzeiten an diesem Sonntag nur von 8 bis 13 Uhr möglich waren, gelang den beiden Hessen ein ganz besonderer Coup: Sie traten um 04.04 Uhr vor den Standesbeamten Rolf Meyer.
"Wir haben lange gesucht und nachgefragt, ob wir zu dieser frühen Zeit heiraten können", erinnert sich Manuel Zenke. In Grünberg wurde das Paar schließlich fündig, das Standesamt erklärte sich bereit und auch die zunächst verwunderten Verwandten machten sich früh auf den Weg.
Ein weiter Weg nach Gelsenkirchen
"Das war eine anstrengende Woche für uns", sagt Stefanie Zenke, die wie ihr Mann Manuel eine große Anhängerin der Königsblauen ist. Wenige Tage vor der Hochzeit begannen die beiden mit dem Bau ihres Hauses, kurz danach erfuhr die Braut von ihrer Schwangerschaft und dann folgte die Hochzeit. Spannend sei es gewesen an diesem 04.04.04.
Der Entschluss zu dieser besonderen Hochzeit reifte beim Brautpaar schon einige Zeit vor der Hochzeit. Manuel und Stefanie waren beide vom blau-weißen Virus infiziert und waren zum Zeitpunkt der Heirat genau 04 Jahre und 04 Monate zusammen. "Das passte alles", sagen die beiden Schalke-Fans.
Schon Ende der 1970er Jahre war Manuel Zenke mit seinem Vater Gerhard im Parkstadion. Eine enorme Leistung, denn schließlich wohnen Zenkes gut 230 Kilometer entfernt von Gelsenkirchen und die Fahrt dauert gewöhnlich zwischen drei und vier Stunden - für einen Weg. Trotzdem war Manuels Vater immer dort, war ein glühender S04-Anhänger.
Auch die Tochter schwärmt schon vom S04
Dieser Funke sprang auch auf seinen Sohn über. Und der "infizierte" damit auch seine Stefanie. "Vier- bis fünfmal fahren wir in einer Saison auf Schalke", sagt Manuel Zenke. Mehr sitzt nicht drin. Denn schließlich stehen auch im hessischen Laubach einige Aufgaben auf dem Programm, von der freiwilligen Feuerwehr bis zum Karnevalsverein. Da bleibt eben weniger Zeit für den Lieblingsverein, zumindest für die Besuche auf Schalke. "Natürlich verfolge ich alle Spiele, im Radio oder im Fernsehen", sagt Manuel Zenke, der am liebsten aber in der Arena ist. "Allein schon wegen der tollen Stimmung."
Aber wenn es dann mal nicht mit einem Besuch in Gelsenkirchen funktioniert hat, geht es vor den Fernseher und dann sitzt auch Tochter Samira mit vor dem Gerät und schaut sich die Schalker Spiele an. Denn auch sie ist mittlerweile eine "echte Schalkerin" geworden. Kein Wunder, denn schließlich wurde die heute Fünfjährige noch im Schalker Jubiläumsjahr 2004 geboren. Das Liedrepertoire der Schalker hat Samira übrigens schon perfekt gelernt. "Wer nicht hüpft, der ist Borusse" oder "Schalke, ich bin für Dich geboren" gehen ihr locker über die Lippen. Eine richtige Schalke-Familie eben.