Was es sonst nur vor dem Spiel gibt, sollte auch am Sonntag (10.7.) bei der großen Saisoneröffnungsfeier der Knappen mit 80.000 Fans nicht fehlen – die Vorstellung der Mannschaft. Unter tosendem Applaus wurden hier Neuzugänge, arrivierte Spieler, Trainer und Manager auf der GAZPROM-Showbühne empfangen.
"Es ist unglaublich, vor so vielen Fans zu stehen“, staunte Marco Höger bei seiner allerersten Saisoneröffnung auf Schalke. Und er gestand ein, dass ihm die blau-weißen Vereinsfarben doch deutlich mehr zusagen, als das Schwarz-Gelb von Alemannia Aachen. Zudem sind ihm zwei seiner Mitspieler bereits vertraut: „Mit Christoph Moritz und Lewis Holtby habe ich in der Aachener U19 zusammen gespielt. Dass wir nun wieder in einer Elf sind, ist großartig.“
Holtby sorgte bei seinem ersten Auftritt nach seiner Rückkehr gleich für einen Lacher. Vor seiner Ausleihe zum VfL Bochum und zum FSV Mainz 05 trug er noch die Rückennummer 7. Diese ist jetzt jedoch an keinen Geringeren als Raul vergeben. „Ich denke, er ist jemand, bei dem man sagen kann: Die Nummer kannst du behalten’“, strahlte der 20-Jährige, der sich für diese Saison viel vorgenommen hat. „Zum ersten Mal haben wir im Supercup die Chance, zu zeigen, was wir draufhaben – und dann direkt gegen die Schwarz-Gelben.“
Mit wie viel Power und Motivation es in der Vorbereitung zur Sache geht, stellte auch Kyriakos Papadopoulos unter Beweis, der einen Ball so wuchtig ins Publikum schoss, dass sein rechter Schuh gleich hinterher flog. Aber es gab einen ehrlichen Finder, so dass „Papa“ nicht barfuß laufen musste. Dafür versprach er, den letztjährigen Erfolg aus seinem A-Länderspiel-Debüt auch in seinem Verein wiederholen zu wollen. „Gegen Malta ist mir ein Tor gelungen, das will ich auf Schalke auch schaffen.“
Wenig Zeit, sich in der Sommerpause zu erholen, hatte Julian Draxler. „Bis auf einen Kurzurlaub mit Benni Höwedes bin ich jeden Morgen aufgestanden und zur Schule gegangen“, verriet der 17-Jährige. Doch nach einer so sensationellen Saison, wie der letzten, kann auch er es kaum noch erwarten, bis der Ball im ersten Pflichtspiel wieder rollt. Für die neue Spielzeit kennt der Mittelfeldspieler nur ein Ziel: „Ich möchte versuchen, Stammspieler zu werden.“
Am Nachmittag folgte auf der GAZPROM-Showbühne dann der Auftritt des Schalker Stürmer-Quartetts. Mario Gavranovic, seit dem Pokalerfolg im Mai, liebevoll nur noch „the speaker“ genannt, übernahm kurzerhand die Moderation und holte seine Angreifer-Kollegen Edu, Klaas-Jan Huntelaar und Raul nach und nach auf die Bühne. Fürs Toreschießen sind sie bei den Knappen verantwortlich, so zögerten die Kicker nicht lange und feuerten die mitgebrachten Schalke-Bälle in die jubelnde Menge.
Viel Arbeit stand in den letzten Wochen für Vorstand Horst Heldt und Chef-Trainer Ralf Rangnick auf dem Programm. „Trotz Urlaub hat es natürlich immer wieder einen Austausch über den Kader gegeben“, so Rangnick. „Diesen gilt es, auf ein gesundes Maß zu reduzieren“, ergänzte Heldt, „wobei wir uns sicherlich noch auf der ein oder anderen Position verstärken wollen.“ Dabei werde es aber finanziell in einem klar definierten Rahmen zugehen, wie Vorstand Peter Peters versicherte: „Ein großer Teil der Einnahmen soll wie geplant in die Schuldentilgung fließen.“ Zudem stellte das Trio auf der Bühne unter Beweis, dass der Schalke-Tag „Stars zum Anfassen“ bietet, erfüllten sie doch noch zahlreiche Autogrammwünsche und signierten Schals, Trikots und Bälle, die aus dem Publikum auf die Bühne geworfen wurden.
Quelle: www.schalke04.de