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Fanflieger Barcelona

Reisebericht GAZPROM Fanflieger nach Barcelona

Die Reise zum "Wunder von Barcelona" begann pünktlich um 8:30 Uhr. Wir landeten gegen 10:45 Uhr in der spanischen Metropole Barcelona, von wo aus wir direkt die Stadtrundfahrt angetreten sind. Neben dem gigantischen und beeindruckenden Olympiastadion Estadi Olímpic de Montjuïc haben wir uns der riesigen Kirche Sagrada Familia genähert. Als wir den Bus verlassen haben, um Erinnerungs-Fotos zu schießen, stellten wir schnell fest, dass "wir" die eigentliche Sehenswürdigkeit in diesem Moment waren. Zahlreiche Touristen und Einwohner aus Barcelona kamen zu uns, wollten Fotos und haben uns viel Glück gewünscht für die Partie am Abend. Wir sind zehn Meter gelaufen, bis der nächste Foto-Wunsch anstand. Ein komisches, aber auch ein schönes Gefühl. Zurück im Bus, sind wir an einen Aussichtspunkt gefahren, wo wir die Möglichkeit hatten, Barcelona von oben zu fotografieren. Der nette Spanier, der die Stadtbesichtigung durchgeführt hatte, erklärte uns wie klein Barcelona ist und wie hoch allerdings die Einwohnerzahl ist.

Nach der Stadtbesichtigung sind wir ins "Opium" am Strand des Porto Olimpico gefahren um dort Mittag zu essen. In diesem wunderschönen Restaurant mit idealer Lage am Strand haben wir uns gestärkt. Als wir Richtung Stadthafen zum Fan -Treff der Schalker Fans aufgebrochen sind, war die Freude riesig. Denn in gut zwei Stunden würde man bereits in Camp Nou sitzen und eine gigantische Atmosphäre erleben! Egal ob an der Kathedrale oder auf der Rambla, Barcelona war Blau und Weiß!

Als ich auf der Bühne am Fan-Treff das Plakat gelesen hatte mit der Aufschrift "Herzlich Willkommen den Fans des FC Schalke 04" hatte ich das erste Mal Gänsehaut. Der Stolz bei diesem legendären Spiel dabei zu sein, es live zu erleben, war unbeschreiblich und ist nicht in Worte zu fassen. Auf dem Fan-Treff konnte man sich neben Kickern, Billard und "Bull Riding" sich noch einmal mit einem leckeren Pils stärken, bevor wir uns um 17 Uhr an den Bussen direkt um die Ecke einfinden mussten. Von dort aus sind alle Schalker, welche mit den Gazprom Fanfliegern angereist waren, direkt zum Stadion Camp Nou gefahren worden. Als man nach langem Warten in den Bussen endlich von der Polizei Richtung Camp Nou eskortiert wurde, war die Freunde grenzenlos.

Ein letztes Durchatmen und man betrat den Block. In über 30 Metern Höhe standen wir nun da und blickten auf das leere Camp Nou. Ein Gefühl, welches man nicht in Worte fassen kann. Die Blöcke, welche für die Schalke Fans waren, füllten sich von Minute zu Minute.

Als Manuel Neuer, Mathias Schober und Oliver Reck den Rasen betraten, wurde es laut. Pure Gänsehaut!
Dies wiederholte sich in kürzester Zeit direkt noch einmal, denn unsere Helden hatten den Rasen betreten. Die schätzungsweise 7.000 Schalker gaben mit dem Lied "Wir schlugen Roda..." die Ziel Richtung dieses Spiels an. Um 20:15, eine halbe Stunde vor Anpfiff, blickte man schockierter Weise in ein weiterhin fast leeres Camp Nou. Man diskutierte im Schalker Bereich, woran das liegt und ob irgendwie ein Fanboykott seitens der Spanier geplant ist. Um 20:30, nur eine Viertel Stunde später, waren die Ränge halbwegs besetzt. Im Nachhinein ist das eigentlich logisch. Warum soll man auch früher in ein Stadion gehen, wo gar nichts passiert.

Als die Mannschaften den Rasen verlassen haben und das Vereinlied von Barcelona erklang, konnte man ein wenig Camp Nou Atmosphäre schnuppern. Doch wir ließen uns nicht lumpen und zeigten direkt danach, wer heute Herr im Haus sein sollte. Lautstark haben wir unsere Mannschaft auf dem Rasen empfangen. Als die "Champions League Hymne" erklang, war klar - Jetzt geht‘s los!
Mit dem Anpfiff begann nicht nur das Viertelfinale sondern auch die Demütigung der Fans einer Heimmannschaft. Schätzungsweise 30 (!!!) Fans haben es geschafft, das eine oder andere Mal "Barca" Rufe erklingen zu lassen. Nicht nur auf den Rängen waren wir überlegen, nein, unsere Mannschaft spielte die ersten 30 Minuten Tempofußball wie man ihn sich gewünscht hat. Leider vergab man zu viele Chancen. Man hatte die Möglichkeit auf dem Fuß, das 0-1 zu erzielen. Leider blieb das aus.
In der 43. Minute war das Entsetzen groß. Barcelona hatte durch ein, na ja sagen wir mal Glückstor, die Führung erzielt. Kurz wurde es laut im Stadion und auf Schalker Seite ruhig! Aber nicht lange - kurz nach dem Schock - ging der Support grenzenlos weiter. Man sah eine königsblaue Mannschaft, welche wollte, aber nicht konnte.

Entweder es scheiterte am letzten Pass oder an der Cleverness von Barcelona. Mit einem bitteren, aber nicht aussichtslosen Rückstand ging man in die Pause. Nach der Pause verflachte das Spiel der Königsblauen und man konnte froh sein, dass Barcelona ihre zahlreichen Chancen, zum Teil auch 100 %ige Chancen, nicht reingemacht hat. Ein Highlight in der zweiten Halbzeit war es, als die spanischen Zuschauer die Auswechslung von Trainer Rijkaard mit "Taschentücher winken" missachtet haben. Ein Bild, welches man nur aus dem TV kannte. Es war mit einem Schmunzeln anzusehen. Während der letzten Minuten hat man sich bereits damit abgefunden, dass es nichts wird mit einem Halbfinaleinzug. Aber man war auch nicht enttäuscht. Man hat ein gutes Auftreten unserer Mannschaft gesehen.
Nach dem Abpfiff wollte man die Mannschaft feiern. Man wollte "seine" Mannschaft in Camp Nou verabschieden. Doch leider saß wohl der Frust bei den Spielern so tief, dass es gerade mal eine Hand voll geschafft hat, sich würdig von den mitgereisten Fans zu verabschieden. So etwas ist man als Schalker eigentlich nicht gewöhnt. Als gellende Pfiffe ertönten, sorgte unser Keeper Manuel Neuer dafür, dass wenigstens ein paar noch mal den Weg zu uns finden! Während wir unsere Mannschaft verabschiedet haben, wurde bereits verkündet, dass wir im Stadion bleiben sollen und gleich vom Sicherheitsdienst rausgeführt werden. Was man dann gelernt hat ist, dass das Wort "gleich" eine Definierungssache ist!

In den Bussen ging es direkt zurück zum Flughafen. Dort haben wir noch ein Erinnerungsfoto vor unserem Flugzeug gemacht und sind dann an Board gegangen. Alles in allem betrachtet war es ein Tag voller Emotionen. Ich kann stolz sagen, einmal die Weltstadt Barcelona ganz in Blau & Weiß gesehen zu haben! Man hatte Erwartungen, diese wurde mehrfach übertroffen. Es lief alles reibungslos ab, wofür man sich wirklich nur bei der GAZPROM Betreuerin, Sandra Zeleny, bedanken kann, welche uns rund um die Uhr mit Antworten auf unsere Fragen versorgte und stets für die Gewinner des Gazprom Gewinnspiels zur Verfügung stand.

Ein großes Dankeschön auch an den DSF-Kameramann Steffen, der uns begleitete. Ein riesen Dankeschön gilt auch GAZPROM, welche für die 6 Fans einen unvergesslichen Tag im Leben eines Schalke Fans möglich gemacht haben, den man wohl so in dieser Art nie wieder erleben wird. Trotz der Niederlage und dem Ausscheiden aus dem Halbfinale ist man glücklich, dabei gewesen zu sein.

Mit blau weißen Grüßen
Daniel Bäthe und Christian Bäthe

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